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Klima und Gesundheit

Klimawandel: Welche konkreten Auswirkungen auf unsere Gesundheit?

VERFASST VON EINEM APOTHEKER
Der Klimawandel hat nicht nur ein Abschmelzen der Gletscher und den Anstieg des Meeresspiegels zur Folge. Er hat schon heute konkrete, direkte und indirekte Auswirkungen auf unsere Gesundheit. In der Schweiz sind unter dem Einfluss der Klimaerwärmung bereits Veränderungen bei Hitzewellen, Luftqualität, Allergien und Infektionskrankheiten erkennbar. Wer diese Zusammenhänge versteht, kann sich besser schützen.

  • Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Gesundheit?
  • Welche direkten und indirekten Auswirkungen hat der Klimawandel?
  • Wann sollte man einen Arzt konsultieren?
  • Wie kann man sich darauf vorbereiten und schützen?

Klimawandel und Auswirkungen auf die Gesundheit: Das Wichtigste in Kürze

Dauer und Exposition
Das Klima wirkt sich oft schleichend und anhaltend auf die Gesundheit aus. Gewisse Belastungen wie Hitzewellen, Luftverschmutzung oder Pollenflug können im Organismus jedoch unmittelbare Reaktionen hervorrufen, die von Reizungen der Atemwege bis hin zu akuten Dekompensationen bei empfindlichen Personen reichen können.
Zu beachtende Symptome und damit verbundene Erkrankungen
Die Auswirkungen des Klimas auf die Gesundheit können sich durch anhaltende Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schlafstörungen, aber auch durch Dehydrierung und Sonnenstich bei Hitze äussern. Sie verschlimmern gewisse Vorerkrankungen wie Asthma oder chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) und verlängern saisonale Allergien. Zudem begünstigt die Klimaerwärmung die Ausbreitung von vektorübertragenen Infektionskrankheiten (Zecken, Mücken). Schliesslich können Umweltveränderungen bei gewissen Menschen Öko-Angst hervorrufen.
Personen mit erhöhtem Risiko
Zu den Risikogruppen gehören:
  • Personen ab 65 Jahren als Folge einer verminderten Wärmeregulierung
  • Säuglinge und Kleinkinder, die einer schnellen Dehydrierung besonders stark ausgesetzt sind
  • Personen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Herzinsuffizienz
  • alleinstehende oder pflegebedürftige Personen
  • der Hitze ausgesetzte Arbeitstätige, namentlich in der Landwirtschaft und im Baugewerbe
  • Personen, die an der Sonne Sport treiben
Schweregrad
Hitzewellen können zu Dehydrierung, Hitzschlag, akutem Nierenversagen oder einer Verschlimmerung von Vorerkrankungen führen. Im Jahr 2022 wurden in der Schweiz rund 474 Todesfälle registriert, die auf die Sommerhitze zurückführbar sind.

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Gesundheit in der Schweiz?

Der Klimawandel hat in der Schweiz schon heute sichtbare Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung. Der Temperaturanstieg, extreme Wetterereignisse und Veränderungen in der natürlichen Umgebung bewirken eine Zunahme bestimmter direkter oder indirekter Gesundheitsrisiken, die mit der unmittelbaren Exposition gegenüber Hitze oder Umweltverschmutzung beziehungsweise mit schrittweisen ökologischen oder sozialen Veränderungen zusammenhängen.

Direkte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit

HitzewellenHitzewellen sind schon heute häufiger, länger und intensiver. Damit steigt das Risiko von Dehydrierung, Erschöpfung, Hitzschlag und Dekompensationen bei älteren oder kranken Menschen. Im Jahr 2022 waren in der Schweiz schätzungsweise 474 zusätzliche Todesfälle auf die Sommerhitze zurückzuführen.
LuftverschmutzungDer Temperaturanstieg begünstigt die Bildung von troposphärischem Ozon. Dieser Schadstoff bildet sich an heissen, sonnigen Tagen in Bodennähe und ist für die Atemwege besonders schädlich. Aufgrund von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Atemwege ist die Luftverschmutzung in der Schweiz für mehr als 20’000 Spitaltage pro Jahr verantwortlich.

Indirekte Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit

Allergien und PollenDie Klimaerwärmung verlängert die Pollensaison und begünstigt die Verbreitung allergieauslösender Pflanzen wie Ambrosia. In Europa und der Schweiz hat die Menge an Baumpollen in den letzten dreissig Jahren stark zugenommen. Allergiker sind dadurch über längere Zeit höheren Konzentrationen ausgesetzt.
Neue vektorübertragene KrankheitenDer Klimawandel begünstigt die Ausbreitung von Krankheitsüberträgern wie Zecken und Mücken, indem er ihre Saison verlängert und ihre Verbreitungsgebiete vergrössert. Das Risiko für Krankheiten wie Lyme-Borreliose, Dengue-Fieber, Bilharziose und eventuell sogar Malaria erhöht sich dadurch in bestimmten Regionen Europas, unter anderem in der Schweiz.
Mentale Gesundheit und StressExtremereignisse (Hitzewellen, Überschwemmungen), die ungewisse Zukunft und der Verlust von Bezugspunkten in der Natur tragen zur Zunahme psychischer Störungen bei. Von der Öko-Angst oder Klimaangst sind Jugendliche und junge Erwachsene besonders betroffen, aber auch Menschen, die als Folge der klimatischen Veränderungen direkt unter materiellen oder beruflichen Verlusten leiden.

Warnsignale: Wann sollte man einen Arzt konsultieren?

Warnzeichen, die man nicht ignorieren sollte

  • anhaltende Müdigkeit, wiederholt Kopfschmerzen oder Schwindel
  • Verschlimmerung von Asthma, Allergien oder chronischen Atemwegserkrankungen
  • Fieber nach einem Zeckenbiss oder Mückenstich
  • Gefühl von Angst und Verzweiflung oder umweltbedingtes Unbehagen
Wann sollte man eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen?

  • wenn diese Symptome anhalten oder schlimmer werden
  • für eine ärztliche Nachkontrolle im Anschluss an eine Risikoexposition (Insektenstich, Allergie)
  • bei schweren Atemstörungen oder starkem Stress

Was tun, um sich schon jetzt zu schützen?

Anpassung im Alltag
  • regelmässig trinken und sich während der heissesten Tageszeit nicht im Freien aufhalten
  • die Wohnung früh am Morgen lüften und auf Warnungen zur Luftqualität achten
  • bei hoher Luftverschmutzung oder Allergien eine Maske tragen
  • sich bei anhaltenden Symptomen (Husten, Reizung, Unwohlsein) frühzeitig ärztlich beraten lassen
Umfassende Prävention
  • sich bei Aufenthalt in einem Risikogebiet gegen Zeckenenzephalitis (FSME) impfen lassen
  • stehendes Wasser vermeiden, um die Vermehrung von Mücken zu beschränken
  • sich bei Ausflügen in die Natur mit langer Kleidung schützen und Insektenschutzmittel verwenden

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