Definition der Lungenentzündung
Die Lungenentzündung ist eine Infektion des Lungenparenchyms, die durch eine Entzündung der Lungenbläschen gekennzeichnet ist. Sie tritt auf, wenn Infektionserreger, meist Bakterien oder Viren, in die Atemwege gelangen und die Lungenbläschen erreichen. Der Körper löst dann eine Entzündungsreaktion aus, die zu einem Zustrom von Immunzellen und Entzündungsflüssigkeit in diese Strukturen führt. Die normalerweise mit Luft gefüllten Lungenbläschen werden daraufhin ganz oder teilweise von dieser Flüssigkeit besetzt, wodurch der Gasaustausch zwischen Luft und Blut eingeschränkt wird.Diese Störung des Gasaustauschs an der alveolären Kapillarmembran bewirkt eine verminderte Sauerstoffversorgung des Blutes (Hypoxämie), was zu Kurzatmigkeit und Müdigkeit führt. Eine Lungenentzündung kann isoliert oder als Folge einer Infektion der oberen Atemwege auftreten. Zu den Risikofaktoren gehören fortgeschrittenes Alter, Rauchen, chronische Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Alkoholismus, bestimmte neurologische Erkrankungen oder eine Immunschwäche.Komplikationen:
Unbehandelt kann eine Lungenentzündung zu einer Verschlechterung der Atemwegsbeschwerden führen, wobei eine akute respiratorische Insuffizienz eine künstliche Beatmung erfordert. Es können lokale Komplikationen wie ein Pleuraerguss oder ein Lungenabszess auftreten. Die Infektion kann sich auch in den Blutkreislauf ausbreiten und in eine Blutvergiftung übergehen. Diese kann zu einem bisweilen tödlichen septischen Schock führen. Bei geschwächten Patienten kann sie zudem eine Dekompensation von chronischen Erkrankungen wie Herz- oder Atemwegserkrankungen zur Folge haben.