Welche Auswirkungen hat die Luftverschmutzung auf die Gesundheit in der Schweiz?
In der Schweiz ist Luftverschmutzung ein gut dokumentierter Risikofaktor. Dabei wirkt sich die Klimaerwärmung verstärkend aus, denn sie begünstigt die Ozonbildung und verlängert die Pollensaison. Sie hat sowohl direkte (Entzündungen, Asthmaanfälle) als auch indirekte Auswirkungen (Schwächung der Schleimhäute, Verschlimmerung von Allergien).
Direkte Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Gesundheit
Ozon, Feinstaub und Stickstoffdioxid
Troposphärisches Ozon, ein an heissen und sonnigen Tagen entstehendes Reizgas, dringt tief in die Atemwege ein. Feinstaub (PM2.5, PM10) und Schwefeldioxid (NO₂) verursachen eine Entzündung der Bronchien, verschlimmern Asthma und erhöhen das Risiko einer Hospitalisation.
Hitzewellen und trockene Luft
Hitzewellen trocknen die Luft aus, schwächen die Schleimhäute der Atemwege und verursachen vor allem bei empfindlichen Personen Atembeschwerden.
Indirekte Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Gesundheit
Verlängerte Pollenbelastung
Der Klimawandel verlängert die Pollensaison (Birke, Ambrosia) und führt zu häufigeren, schwerer verlaufenden und länger andauernden Atemwegsallergien. Dies erhöht den Behandlungsbedarf und vermindert die Lebensqualität.
Atemwegsinfektionen
Verschmutzte Luft begünstigt HNO- und Lungen-Infektionen, indem die lokalen Abwehrkräfte der Atemwege geschwächt werden. Bronchitis, Sinusitis und Rhinitis treten vor allem bei empfindlichen Personen häufiger auf.