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Klima und Gesundheit

Luftverschmutzung: Welche Auswirkungen hat sie auf die Gesundheit unserer Atemwege?

VERFASST VON EINEM APOTHEKER
Die Qualität der eingeatmeten Luft hat einen direkten Einfluss auf unsere Gesundheit, insbesondere auf unsere Lunge. Mit dem Klimawandel nimmt die Luftverschmutzung zu und interagiert mit anderen Umweltfaktoren wie Hitzewellen oder Pollen. Diese wiederholte Exposition verschlimmert bestehende Atemwegsbeschwerden und kann vor allem bei empfindlichen Personen zu schweren Komplikationen führen. In der Schweiz leiden immer mehr Personen unter hohen Ozonwerten, Feinstaub und Aeroallergenen. Wer diese Zusammenhänge versteht, kann sich besser schützen.

  • Welche Auswirkungen hat die Luftverschmutzung auf die Gesundheit in der Schweiz?
  • Wann sollte man einen Arzt konsultieren?
  • Was tun, um sich schon jetzt zu schützen?

Luftverschmutzung und Auswirkungen auf die Lunge: Das Wichtigste in Kürze

Dauer und Exposition
Bei hohen Ozonwerten oder Hitzewellen kann die Luftverschmutzung kurzfristige Auswirkungen (Reizung, Atemnot) haben. Eine regelmässige Exposition hat aber oft kumulative und dauerhafte Folgen. Das Risiko steigt mit der Dauer der Exposition, insbesondere in dicht besiedelten Ballungsräumen.
Zu beachtende Symptome und damit verbundene Erkrankungen
Luftverschmutzung kann Atemwegsbeschwerden wie anhaltenden Husten, Pfeifen, Kurzatmigkeit oder Atemnot bei Anstrengung verursachen. Sie verschlimmert chronische Erkrankungen wie Asthma oder eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und begünstigt häufige Atemwegsinfektionen (Bronchitis, Sinusitis). Zudem werden Atemwegsallergien durch den Klimawandel intensiver und sie dauern länger an.
Personen mit erhöhtem Risiko
Kinder, Betagte und Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen reagieren auf Luftverschmutzung besonders empfindlich. Auch Bewohnerinnen und Bewohner von Ballungsräumen, die häufig dem Strassenverkehr ausgesetzt sind, sowie im Freien arbeitende Personen leiden vermehrt unter Schadstoffen, Hitze und Allergenen. Sie sind deshalb besonders gefährdet.
Schweregrad
Oft löst Luftverschmutzung Asthmaanfälle aus oder verstärkt sie. Sie erhöht das Risiko von Atemwegsinfektionen, schwächt die Schleimhäute und verringert die Lungenkapazität. In der Schweiz wird die Luftverschmutzung mit über 20’000 Spitaltagen pro Jahr aufgrund von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Atemwege in Verbindung gebracht.

Welche Auswirkungen hat die Luftverschmutzung auf die Gesundheit in der Schweiz?

In der Schweiz ist Luftverschmutzung ein gut dokumentierter Risikofaktor. Dabei wirkt sich die Klimaerwärmung verstärkend aus, denn sie begünstigt die Ozonbildung und verlängert die Pollensaison. Sie hat sowohl direkte (Entzündungen, Asthmaanfälle) als auch indirekte Auswirkungen (Schwächung der Schleimhäute, Verschlimmerung von Allergien).

Direkte Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Gesundheit
Ozon, Feinstaub und Stickstoffdioxid
Troposphärisches Ozon, ein an heissen und sonnigen Tagen entstehendes Reizgas, dringt tief in die Atemwege ein. Feinstaub (PM2.5, PM10) und Schwefeldioxid (NO₂) verursachen eine Entzündung der Bronchien, verschlimmern Asthma und erhöhen das Risiko einer Hospitalisation.

Hitzewellen und trockene Luft
Hitzewellen trocknen die Luft aus, schwächen die Schleimhäute der Atemwege und verursachen vor allem bei empfindlichen Personen Atembeschwerden.

Indirekte Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Gesundheit
Verlängerte Pollenbelastung
Der Klimawandel verlängert die Pollensaison (Birke, Ambrosia) und führt zu häufigeren, schwerer verlaufenden und länger andauernden Atemwegsallergien. Dies erhöht den Behandlungsbedarf und vermindert die Lebensqualität.

Atemwegsinfektionen
Verschmutzte Luft begünstigt HNO- und Lungen-Infektionen, indem die lokalen Abwehrkräfte der Atemwege geschwächt werden. Bronchitis, Sinusitis und Rhinitis treten vor allem bei empfindlichen Personen häufiger auf.

Wann sollte man einen Arzt konsultieren oder den Notarzt rufen?

Warnzeichen, die man nicht ignorieren sollte:

  • hartnäckiger Husten oder Reizung der Atemwege
  • häufigere oder intensivere Asthmaanfälle
  • Atembeschwerden, Kurzatmigkeit, Engegefühl in der Brust
  • wiederkehrende Atemwegsinfektionen (Bronchitis, Sinusitis)
  • Verschlimmerung chronischer Erkrankungen (Asthma, COPD)
Wann sollte man eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen?

  • wenn diese Symptome anhalten oder schlimmer werden
  • für eine medizinische Nachsorge bei länger dauernder Belastung durch Luftverschmutzung oder Pollen
  • bei ungewohnten Atemwegsbeschwerden
  • bei Atemnot (blaue Lippen, Verwirrung)
Rufen Sie in diesen Fällen sofort die Notrufnummer (144) an.

Was tun, um sich schon jetzt zu schützen?

Anpassung im Alltag
  • Warnhinweise zu Schadstoffbelastungen beachten (BAFU, Wetterprognosen) und bei hohen Werten körperliche Anstrengungen vermeiden.
  • Wohnung früh morgens oder spät abends lüften.
  • bei Empfindlichkeit oder hoher Schadstoffbelastung eine Maske tagen.
  • bei Asthma oder COPD die Basisbehandlung zusammen mit dem Arzt oder dem anpassen.
Umfassende Prävention
  • Allergenbelastung reduzieren: bei starker Pollenbelastung Ausflüge vermeiden, Oberflächen reinigen.
  • Belastung durch Strassenverkehr oder Rauch begrenzen.
  • regelmässig einen Arzt aufsuchen, um die Behandlung anzupassen.
  • Angehörige für richtige Atemtechnik sensibilisieren.

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