KundenportalKontakt
Versicherungen
Service
Club Assura
StartseiteGesundheitstippsMuskel- und GelenkschmerzenInsomnie
Muskel- und Gelenkschmerzen

Insomnie

VERFASST VON EINEM APOTHEKER
Insomnie ist eine Schlafstörung, die durch anhaltende Schwierigkeiten einzuschlafen, durchzuschlafen oder ausreichend gut zu schlafen gekennzeichnet ist. Das führt zu erheblichem Leidensdruck oder starken Auswirkungen tagsüber. Im Gegensatz zu einer einzelnen schwierigen Nacht ist chronische Insomnie dadurch definiert, dass diese Probleme mindestens drei Nächte pro Woche während mehr als drei Monaten auftreten – unabhängig von den vorhandenen Schlafbedingungen. Sie ist eine der häufigsten Schlafstörungen und betrifft ca. 15–20% der erwachsenen Bevölkerung chronisch und bis zu 30–50% gelegentlich oder vorübergehend.

  • Was ist Insomnie?
  • Was sind die Symptome?
  • Was tun bei Insomnie?

Insomnie im Überblick

SchweregradIn ihren anhaltenden Formen ist sie mit einem erhöhten Risiko für Depressionen, Angstzustände, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Immunschwäche verbunden. Aufgrund von Tagesschläfrigkeit und Wachsamkeitsstörungen beeinträchtigt sie auch die Sicherheit.
Durchschnittliche DauerInsomnie kann vorübergehend (einige Tage bis Wochen) oder chronisch (mehr als drei Monate) auftreten. Die vorübergehende Form ist oft mit einem Auslöser verbunden und kann sich ohne Behandlung zu einer chronischen Form entwickeln, die durch unangebrachte Verhaltensmuster und Überzeugungen aufrechterhalten wird.
SymptomeZu den Symptomen zählen Einschlafstörungen (Einschlafzeit mehr als 30 Minuten), nächtliches oder vorzeitiges Erwachen sowie Tagessymptome wie Müdigkeit, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, verminderte Leistungsfähigkeit, Schläfrigkeit oder schlafbezogene Angst.
BehandlungDie Therapie basiert auf einer kognitiven Verhaltenstherapie (KVT-I), der nicht-medikamentösen Erstlinientherapie. Schlafhygiene und Entspannungstechniken können je nach Form eine kurzzeitige medikamentöse Therapie ergänzen.
Bei KindernSchlafstörungen treten bei Kindern häufig auf und variieren je nach Alter. Säuglinge können Einschlafschwierigkeiten haben, während ältere Kinder Widerstand beim Schlafengehen, Parasomnien oder Ängstlichkeit zeigen. Chronische Insomnie erfordert eine auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmte fachärztliche und verhaltensorientierte Behandlung.

Definition der Insomnie

Insomnie ist eine Schlafstörung, die definiert ist als chronische Unzufriedenheit mit der Schlaflänge oder -qualität, verbunden mit erheblichen Auswirkungen am Tag, obwohl angemessene Schlafbedingungen vorhanden sind. Sie gilt als chronisch, wenn sie seit mehr als drei Monaten mindestens drei Nächte pro Woche auftritt.Es wird unterschieden zwischen primärer Insomnie ohne erkennbare organische oder psychiatrische Ursache und komorbider Insomnie, die mit einer körperlichen oder psychiatrischen Erkrankung oder einer anderen Schlafstörung einhergeht. Zu den Risikofaktoren gehören weibliches Geschlecht, hohes Alter, Angststörungen oder Depressionen in der Vorgeschichte, chronischer Stress, bestimmte chronische Erkrankungen (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma, chronische Schmerzen usw.), bestimmte Medikamente sowie eine genetische Veranlagung.Komplikationen:
Unbehandelt kann eine chronische Insomnie zu schweren Depressionen führen oder bereits bestehende Angststörungen verstärken. Sie kann dauerhafte Beeinträchtigungen der kognitiven Funktionen (Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Exekutivfunktionen), ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Hypertonie, Herzinfarkt), Stoffwechselstörungen (Typ-2-Diabetes, Adipositas), eine relative Immunschwäche, ein erhöhtes Risiko für Verkehrs- und Arbeitsunfälle sowie Schlafmittelabhängigkeit bei unangemessener Anwendung von Hypnotika verursachen.
Weitere Informationen
Die verschiedenen Formen der Insomnie
Chronische Insomnie
Häufigste Form, definiert als Schlafprobleme an mindestens drei Nächten pro Woche seit mehr als drei Monaten, mit Auswirkungen tagsüber. Sie kann primär oder komorbid auftreten und wird häufig durch verhaltensbezogene und kognitive Faktoren aufrechterhalten.
Akute oder vorübergehende Insomnie
Kurze Episode von Schlafstörungen, meist ausgelöst durch einen erkennbaren Stressfaktor (Lebensereignis, verändertes Umfeld, Zeitverschiebung, interkurrente Erkrankung). Sie dauert einige Tage bis Wochen an und klingt oft von selbst wieder ab, sobald der auslösende Faktor nicht mehr wirkt. Sie kann jedoch chronisch werden, wenn sich unangebrachte Verhaltensmuster einstellen.
Insomnie als Manifestation einer Grunderkrankung
Einige organische Erkrankungen (Restless-Legs-Syndrom, Schlafapnoe, chronische Schmerzen, gastroösophageale Refluxkrankheit, neurologische Erkrankungen) oder psychiatrische Erkrankungen (Depression, generalisierte Angststörung, bipolare Störung, posttraumatische Belastungsstörung) können sich als Insomnie manifestieren oder diese verschlimmern. Die Behandlung stützt sich in diesem Fall in erster Linie auf die Behandlung der zugrundeliegenden Ursache.

Was sind die Symptome bei einer Insomnie?

  • Einschlafstörungen mit einer Einschlafzeit von mehr als 30 Minuten trotz bewussten Schlafengehens und angepasster Umgebung.
  • Häufiges nächtliches Aufwachen oder längeres Wachsein mit Schwierigkeiten, wieder einzuschlafen.
  • Vorzeitiges Erwachen vor der gewünschten Zeit, ohne Möglichkeit, wieder einzuschlafen.
  • Kein erholsamer Schlaf trotz scheinbar ausreichender Dauer, mit anhaltendem Müdigkeitsgefühl nach dem Aufwachen.
  • Müdigkeit oder Tagesschläfrigkeit, Reizbarkeit, depressive Verstimmung oder Angst aufgrund der Erwartung einer schwierigen Nacht.
  • Kognitive Störungen: Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisschwierigkeiten oder Entscheidungsschwierigkeiten tagsüber.
Ich befolge die praktischen Tipps und beobachte meinen Zustand.
  • Wenn ich seit mehr als einem Monat mehr als drei Nächte pro Woche Schlafprobleme habe.
  • Wenn meine Schläfrigkeit oder Tagesmüdigkeit meine beruflichen oder sozialen Aktivitäten oder meine Sicherheit beeinträchtigt.
  • Wenn ich starke schlafbezogene Angst verspüre oder wenn ich regelmässig ohne ärztliche Behandlung Schlafmittel einnehme.
Ich suche in den nächsten Tagen meine behandelnde Ärztin bzw. meinen behandelnden Arzt bzw. eine Schlafexpertin oder einen Schlafexperten auf.

Was tun bei Insomnie?

Praktische Tipps
  • Halten Sie regelmässige Aufsteh- und Schlafenszeiten ein, auch am Wochenende, um den Tagesrhythmus zu stabilisieren.
  • Sorgen Sie für Entspannung (Lesen, Entspannungsmethoden usw.) und feste Schlafroutinen.
  • Nutzen Sie das Bett nur zum Schlafen und für sexuelle Aktivitäten, um die Verknüpfung zwischen Bett und Schlaf zu stärken (Prinzip der Reizkontrolle).
  • Verzichten Sie aufgrund der Hemmung von Melatonin durch Blaulicht mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen auf beleuchtete Bildschirme (Telefon, Tablet, TV).
  • Schränken Sie Koffeinkonsum nach 14 Uhr, Alkoholkonsum am Abend (Alkohol fragmentiert trotz anfänglicher sedierender Wirkung den Schlaf) und Tabakkonsum vor dem Schlafengehen ein.

Medikamente gegen Schlaflosigkeit

Medikamente zum Einnehmen
  • Melatonin: angezeigt bei primärer Insomnie oder bei Verschiebung der Schlafphasen.
  • Benzodiazepine und verwandte Hypnotika: verordnet in minimaler Dosierung und für eine begrenzte Dauer (zwei bis maximal vier Wochen), da das Risiko von Abhängigkeit, Toleranzbildung und Nachwirkungen am Tag besteht.
  • Sedierende Antihistaminika: werden bei gelegentlicher Schlaflosigkeit eingesetzt, weisen aber eine geringe Wirksamkeit und das Risiko einer raschen Toleranz sowie einige Nebenwirkungen auf.
  • Niedrig dosierte sedierende Antidepressiva: werden wegen ihrer sedierenden Eigenschaften bei bestimmten Insomnien eingesetzt, insbesondere bei begleitenden Angst- und Depressionserkrankungen.
  • Hypnotika der neuen Generation
Mehr erfahren
Was unternimmt die Ärztin oder der Arzt?
Bei Insomnie führt der behandelnde Arzt eine ausführliche Anamnese der Störung durch: Art der Schwierigkeiten (Einschlafen, Durchschlafen, vorzeitiges Erwachen), gewohnte Schlafzeiten, Schlaftagebuch, Auswirkungen am Tag, Auslöser und Schlafverhalten.
Es werden Begleiterkrankungen geprüft, die Schlaflosigkeit aufrechterhalten oder verursachen können, wie z. B. schlafbedingte Atembeschwerden, chronische Schmerzen oder psychiatrische Erkrankungen.
Die Erstlinientherapie basiert auf kognitiven Verhaltenstherapien bei Insomnie (KVT-I). Sie beinhalten eine Kombination aus der Beschränkung der Zeit im Bett, Reizkontrolle, kognitiver Umstrukturierung dysfunktionaler Überzeugungen über den Schlaf und Entspannungstechniken. Bei erheblichem Leidensdruck kann vorübergehend zusätzlich eine medikamentöse Therapie erfolgen.

Einer Insomnie vorbeugen

Ursachen und Auslöser
  • Insomnie entsteht durch das Zusammenspiel von prädisponierenden, auslösenden und aufrechterhaltenden Faktoren.
  • Prädisponierende Faktoren sind physiologische Übererregung (Hypervigilanz), Schlaflosigkeit in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte oder ein ängstliches oder perfektionistisches Temperament.
  • Auslöser sind belastende Lebensereignisse, Störungen des Tagesrhythmus, interkurrente Erkrankungen oder Medikamente, die den Schlaf beeinträchtigen.
  • Aufrechterhaltende Faktoren – häufig verhaltensbedingte (längere im Bett verbrachte Zeit, Ausgleichsschlaf, Einnahme von Schlafmitteln) und kognitive Faktoren (nächtliches Grübeln, Angst vor Schlafstörungen) – sind die Hauptursachen für die Chronifizierung der Störung.
Prävention
  • Befolgen Sie eine strikte Schlafhygiene: regelmässige Schlafzeiten, günstiges Umfeld (Dunkelheit, Ruhe, kühle Temperaturen) und keine Stimulanzien am Abend.
  • Bewegen Sie sich regelmässig, am besten tagsüber, jedoch mit mindestens drei Stunden Abstand zum Schlafengehen, um den Schlafdruck zu fördern.
  • Entwickeln Sie Stressbewältigungsstrategien (Herzkohärenz, Achtsamkeit, progressive Muskelentspannung), um nächtliche Hypervigilanz zu reduzieren.
  • Holen Sie bei anhaltender Insomnie rasch ärztlichen Rat ein, um die Entstehung von sich selbst verstärkenden Verhaltensmustern zu vermeiden und einer Chronifizierung vorzubeugen.

Weiterlesen

Muskeln und Gelenke
Ischias
Rechner
Hilfe
Chatbot